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Abstract

Bren­tel, I., Kam­pes, C. F., Mahrt, M., Lobigs, F., Kops, M., Laue­rer, C., et al. (2020). Sym­po­si­um: Mei­nungs­macht im Inter­net: Infor­ma­ti­ons­dis­tri­bu­ti­on durch Ange­bots- und Nut­zungs­struk­tu­ren. Ver­füg­bar unter Tan­dem Ange­bots- und Publi­kums­frag­men­tie­rung online; Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, Schloss Mickeln; Hoch­schu­le Düsseldorf.

Das Tand­em­pro­mo­ti­ons­pro­jekt „Ange­bots- und Publi­kums­frag­men­tie­rung online“, bestehend aus Prof. Dr. Olaf Jand­ura und Inga Bren­tel (Insti­tut für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät (HHU)) sowie Prof. Dr. Ole­xiy Kha­by­uk und Céli­ne Fabi­en­ne Kam­pes (Fach­be­reich Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten der Hoch­schu­le Düs­sel­dorf (HSD)), lädt zu einem Sym­po­si­um zum The­ma „Mei­nungs­macht im Inter­net – Infor­ma­ti­ons­dis­tri­bu­ti­on durch Ange­bots- und Nut­zungs­struk­tu­ren“ am Mon­tag, 5. Okto­ber 2020, in das Schloss Mickeln der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf, Alt-Him­mel­geist 25, ein.

Mei­nungs­macht fin­det zuneh­mend im digi­ta­len Raum statt (Treb­be 2019). So hat sich laut Viel­falts­mo­ni­tor der BLM die Rele­vanz von Print, Rund­funk und Inter­net bei der poli­ti­schen Mei­nungs­bil­dung seit 2009 ver­än­dert. In die­ser Zeit­span­ne ist zu beob­ach­ten, dass das bis­he­ri­ge Leit­me­di­um Fern­se­hen an Ein­fluss ver­liert (von 39,2% 2009 auf 32,7% 2018) und das Inter­net die Antei­le mehr als ver­dop­pelt hat (12,9% auf 27,7% im sel­ben Zeit­raum). Man­che Dys­to­pien der Zukunft libe­ra­ler Demo­kra­tien gehen davon aus, dass die Mei­nungs­bil­dung weg von den publi­zis­ti­schen Medi­en in das Inter­net und die dort vor­han­de­nen Fil­ter­bla­sen wan­dert (z. B. Zielon­ka 2019).

Ziel des wis­sen­schaft­li­chen Sym­po­si­ums ist es, sowohl aus sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve den Ein­fluss von Mei­nungs­macht auf das Medi­en­pu­bli­kum online, als auch aus medi­en­öko­no­mi­scher Sicht Anbie­ter­struk­tu­ren im Kon­text von Mei­nungs­macht inte­gra­tiv zu dis­ku­tie­ren. Letzt­lich soll neben Erkennt­nis­sen bei­der Dis­zi­pli­nen, vor allem die inte­gra­ti­ve, gesamt­ge­sell­schaft­li­che Bedeu­tung mög­li­cher Mei­nungs­macht erar­bei­tet wer­den, um Hand­lungs­emp­feh­lun­gen ent­wi­ckeln zu kön­nen.

Das Fach­sym­po­si­um bie­tet damit eine attrak­ti­ve Mög­lich­keit mit dis­zi­plin­über­grei­fen­den Exper­ten bis­he­ri­ge For­schungs­er­kennt­nis­se aus­zu­tau­schen, den Dis­kurs zu Mei­nungs­macht aus einem inter- und trans­dis­zi­pli­nä­ren Blick­win­kel ganz­heit­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, zukünf­ti­gen For­schungs­be­darf zu iden­ti­fi­zie­ren, bestehen­de dis­zi­plin­be­zo­ge­ne Kon­zep­te zu erwei­tern und eine poli­ti­sche Anschluss­fä­hig­keit der For­schung zu ermög­li­chen. Das Sym­po­si­um ist als ein­tä­gi­ge Ver­an­stal­tung im Gäs­te­haus der HHU Schloss Mickeln kon­zi­piert. Schloss Mickeln in der Nähe des Rheins im Düs­sel­dor­fer Stadt­teil Him­mel­geist gele­gen, bie­tet eine wun­der­ba­re Atmo­sphä­re sich in klei­nem Kreis aus­zu­tau­schen und ins Gespräch zu kommen.

Die Kon­zep­ti­on sieht drei Round­ta­ble mit Impuls­vor­trä­gen sowie dar­an anschlie­ßen­den Dis­kus­si­ons­for­ma­te vor. Ein­lei­tend stellt sich das Tand­em­pro­jekt anhand zen­tra­ler Ergeb­nis­se der Dis­ser­ta­tio­nen vor. Das Tagungs­pro­gramm ist ganz­tä­tig ange­legt, für Ver­pfle­gung ist gesorgt.