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Abstract

Kam­pes, C. F. (25.09.2019). Wer­den jour­na­lis­ti­sche Medi­en­an­bie­ter im Online-Medi­en­markt ver­drängt? Tagung “Data­fi­zier­te Gesell­schaft: Prak­ti­ken, Pro­zes­se und Fol­gen”, Rhei­ni­sche Fried­rich-Wil­helms-Uni­ver­si­tät Bonn. Bonn, Germany.

Der Online-Medi­en­markt hat dank der Data­fi­zie­rung neue daten­ba­sier­te Geschäfts­mo­del­le abseits der Infor­ma­ti­ons­funk­ti­on der Medi­en ent­wi­ckelt. Wäh­rend die Gesell­schaft zuneh­mend auch Online-Medi­en zur Mei­nungs- und Wil­lens­bil­dung nutzt, drän­gen so gleich­zei­tig neue Markt­ak­teu­re fern­ab jour­na­lis­ti­scher Hand­lungs­ma­xi­me in den Markt, um mit reich­wei­ten­star­ken Medi­en­an­ge­bo­ten nut­zer­be­zo­ge­ne Daten zu gewinnen. 

Unklar ist, wel­che Anbie­ter­struk­tu­ren in Fol­ge die­ser Kon­ver­genz bei Online-Medi­en­an­ge­bo­ten mit demo­kra­tiere­le­van­tem Infor­ma­ti­ons­ge­halt vor­zu­fin­den sind. Daher gilt es zu klä­ren, inwie­weit inter­net­ba­sier­te Medi­en­ak­teu­re bei der Ange­bots­be­reit­stel­lung die ori­gi­nä­ren Rund­funk- und Pres­se­an­bie­ter als Fol­ge der Data­fi­zie­rung ver­drän­gen: Anhand der Ange­bots­an­zahl und Reich­wei­te soll the­men­über­grei­fend für Online-Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te eine Längs­schnitt­be­trach­tung der Medi­en­ak­teu­re vor­ge­nom­men. Auf Basis der Online-Char­ge der MA Inter­me­dia PLuS wer­den über den Zeit­raum von 2014 bis 2016 dar­über hin­aus gen­re-spe­zi­fisch Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te von ori­gi­nä­ren Rundfunk‑, Pres­se- sowie rei­nen Inter­net­an­bie­tern ver­glei­chend betrachtet.