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Nachwuchsforschungsgruppe 4:

DICINT

Digi­tal Citi­zenship in Net­work Tech­no­lo­gies – Die Ent­ste­hung von mei­nungs­ba­sier­ter Homo­ge­ni­tät in Online-Netz­wer­ken und ihre Wir­kung auf gesell­schaft­li­che Partizipationsprozesse 

Sozia­le Medi­en wie Face­book, You­Tube oder Twit­ter fun­gie­ren für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger immer mehr als Instru­men­te des gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Aus­tauschs. Gleich­zei­tig wird das demo­kra­ti­sche Poten­zi­al die­ser Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien in der öffent­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­si­on immer wie­der in Fra­ge gestellt: Unter dem Schlag­wort Echo­kam­mern wer­den bei­spiels­wei­se digi­ta­le Räu­me oder Situa­tio­nen beschrie­ben, in denen sich Men­schen online mit ande­ren Men­schen umge­ben, die ihnen in ihren poli­ti­schen Mei­nun­gen ähn­lich sind. Trotz der stets prä­sen­ten Debat­te um Echo­kam­mern und die Homo­ge­ni­sie­rung von Netz­wer­ken im Inter­net, gibt es bis­lang weni­ge empi­ri­sche Arbei­ten, wel­che die­ses ver­mu­te­te Phä­no­men umfas­send adres­siert haben. Vor die­sem Hin­ter­grund zielt die vor­lie­gen­de Nach­wuchs­for­schungs­grup­pe dar­auf ab, das Phä­no­men mei­nungs­ba­sier­ter Homo­ge­ni­tät in Online-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ken anhand fol­gen­der Fra­gen zu erfor­schen: a) War­um und unter wel­chen Umstän­den kön­nen sich homo­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­räu­me im Inter­net bil­den? (b) Wie stark sind homo­ge­ne Mei­nungs­kli­ma­ta bei unter­schied­li­chen gesell­schaft­li­chen The­men in der Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on tat­säch­lich ver­tre­ten? © Wel­che Aus­wir­kun­gen kann mei­nungs­ba­sier­te Homo­ge­ni­tät (im Kon­trast zur mei­nungs­ba­sier­ten Hete­ro­ge­ni­tät) im Inter­net auf das Indi­vi­du­um und, lang­fris­tig hoch­ge­rech­net, auf die Gesell­schaft haben? Die­se Fra­gen sol­len inter­dis­zi­pli­när mit Hil­fe psy­cho­lo­gi­scher und infor­ma­ti­scher Metho­den unter­sucht werden.

Sozia­le Medi­en wie Face­book, You­Tube oder Twit­ter fun­gie­ren für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger immer mehr als Instru­men­te des gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Aus­tauschs. Gleich­zei­tig wird das demo­kra­ti­sche Poten­zi­al die­ser Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien in der öffent­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­si­on immer wie­der in Fra­ge gestellt:

Unter dem Schlag­wort Echo­kam­mern wer­den bei­spiels­wei­se digi­ta­le Räu­me oder Situa­tio­nen beschrie­ben, in denen sich Men­schen online mit ande­ren Men­schen umge­ben, die ihnen in ihren poli­ti­schen Mei­nun­gen ähn­lich sind. In der all­täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on über die vir­tu­el­len Netz­wer­ke wer­den Nut­zen­de dem­nach nur mit Wort­mel­dun­gen und Bei­trä­gen kon­fron­tiert, die ihre per­sön­li­che Mei­nung bestär­ken. Lang­fris­tig – so wird gewarnt – kön­nen die­se homo­ge­nen Dis­kus­si­ons­sphä­ren im Inter­net zur Frag­men­tie­rung der digi­ta­len Gesell­schaft füh­ren, bei der sich ideo­lo­gisch zuein­an­der diver­gen­te Teil­netz­wer­ke bil­den, die sich von­ein­an­der iso­lie­ren und in ver­schie­de­ne ideo­lo­gi­sche Rich­tun­gen polarisieren.

Trotz der stets prä­sen­ten Debat­te um Echo­kam­mern und die Homo­ge­ni­sie­rung von Netz­wer­ken im Inter­net, gibt es bis­lang weni­ge empi­ri­sche Arbei­ten, wel­che die­ses ver­mu­te­te Phä­no­men umfas­send adres­siert haben. Vor die­sem Hin­ter­grund zielt die vor­lie­gen­de Nach­wuchs­for­schungs­grup­pe dar­auf ab, das Phä­no­men mei­nungs­ba­sier­ter Homo­ge­ni­tät in Online-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­wer­ken sys­te­ma­tisch zu unter­su­chen. Eine Sys­te­ma­tik ergibt sich dadurch, dass sowohl Ursa­chen als auch Wir­kun­gen von Homo­ge­ni­tät in der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on erforscht wer­den sol­len. Leit­fra­gen hier­bei sind: (a) War­um und unter wel­chen Umstän­den kön­nen sich homo­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­räu­me im Inter­net bil­den? (b) Wie stark sind homo­ge­ne Mei­nungs­kli­ma­ta bei unter­schied­li­chen gesell­schaft­li­chen The­men in der Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on tat­säch­lich ver­tre­ten? © Wel­che Aus­wir­kun­gen kann mei­nungs­ba­sier­te Homo­ge­ni­tät (im Kon­trast zur mei­nungs­ba­sier­ten Hete­ro­ge­ni­tät) im Inter­net auf das Indi­vi­du­um (im Sin­ne sei­ner poli­ti­schen Mei­nun­gen, sei­nes poli­ti­schen Wis­sens, sei­ner poli­ti­schen Tole­ranz und sei­ner poli­ti­schen Par­ti­zi­pa­ti­on online und off­line) und, lang­fris­tig hoch­ge­rech­net, auf die Gesell­schaft haben? Die­se Fra­gen sol­len in elf Arbeits­pa­ke­ten aus psy­cho­lo­gi­scher und infor­ma­ti­scher Sicht unter­sucht wer­den. Dabei wer­den digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se auf der indi­vi­du­ell-psy­cho­lo­gi­schen Mikro‑, grup­pen­ba­sier­ten Meso- und gesell­schaft­li­chen Makro-Ebe­ne berücksichtigt.

Mit die­sem erwei­ter­ten Ver­ständ­nis von mei­nungs­ba­sier­ter Homo­ge­ni­tät in Online-Netz­wer­ken sol­len theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Kon­zep­te erar­bei­tet wer­den, die zur Opti­mie­rung von demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen in der Online-Kom­mu­ni­ka­ti­on bei­tra­gen sol­len. Dabei wer­den Hand­lungs­emp­feh­lun­gen im Hin­blick auf Nut­zen­de (z.B. poten­zi­el­le Maß­nah­men zur Stei­ge­rung der Medi­en­kom­pe­tenz zur ver­bes­ser­ten Inklu­si­on diver­ser Bevöl­ke­rungs­grup­pen) und auf die Tech­no­lo­gie (z.B. Best Prac­ti­ce-Kon­zep­te im Sin­ne tech­no­lo­gi­scher Lösun­gen, die eine diver­se Par­ti­zi­pa­ti­on von Bürger/inn/en ermög­li­chen) vorgeschlagen.

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