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Promotionstandem 4:

merits

Früh­kind­li­cher Medi­en­um­gang und Sprach­ler­nen mit sozia­len Robo­tern zur För­de­rung von Teil­ha­be­chan­cen in der digi­ta­len Gesellschaft 

Pro­jekt­ziel ist zu unter­su­chen, ob und wie sozia­le Robo­ter in der digi­ta­len Gesell­schaft einen Bei­trag leis­ten kön­nen, bil­dungs­re­le­van­te Erfah­run­gen für Kin­der im Vor­schul­al­ter anzu­bie­ten. Dabei wird eva­lu­iert, ob sich die Tech­no­lo­gie im Rah­men sys­te­ma­ti­scher Inter­ak­ti­ons­an­läs­se dazu eig­net, Sprach­ler­nen im Ele­men­tar­be­reich zu ermög­li­chen. Für die­ses Ziel explo­riert das Pro­jekt­team an der TH Köln und der Uni­ver­si­tät Pader­born sozia­le Robo­ter als inno­va­ti­ve Wis­sens­trä­ger, Inter­ak­ti­ons­part­ner und mög­li­che För­de­rer der früh­kind­li­chen Bil­dung. Zen­tra­le Aspek­te, die im Pro­jekt adres­siert wer­den, sind etwa die Ent­wick­lung einer kind­ori­en­tier­ten Gestal­tung der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Inter­ak­ti­on zwi­schen Robo­tern und Kin­dern unter Berück­sich­ti­gung indi­vi­du­el­ler Unter­schie­de sowie der beglei­ten­den Bezugs­per­so­nen (päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te oder Eltern). Dar­über hin­aus wird unter­sucht, inwie­fern Kin­der mit einem sozia­len Robo­ter als Lern­part­ner ihre Sprach­fä­hig­kei­ten lang­fris­tig ver­tie­fen kön­nen und wie die Struk­tur der Akti­vi­tät dafür lern­för­der­lich gestal­tet wer­den kann. Fer­ner wird erkun­det, wel­che Men­schen- und Tech­nik­bil­der die invol­vier­ten Sta­ke­hol­der im Hin­blick auf einen poten­zi­el­len Ein­satz der Tech­no­lo­gie im insti­tu­tio­nel­len Kon­text des Kin­der­gar­tens haben. Die­se wer­den im Rah­men einer Begleit­for­schung von wei­te­ren Edu­ca­tio­nal Robo­tics Pro­jek­ten rück­ge­kop­pelt an zu rekon­stru­ie­ren­de Leit­bil­der, wel­che den Tech­nik­ent­wick­lungs­pro­zess ori­en­tie­ren und legitimieren.

Durch die Vor­stel­lung von Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten (sprach-)lernförderlicher Akti­vi­tä­ten soll der Ein­satz von Robo­tern im Hin­blick auf Bil­dungs­chan­cen aber auch ‑risi­ken empi­rie­ba­siert beschrie­ben wer­den kön­nen. Dies soll hel­fen, Ent­schei­dun­gen zur Art und Wei­se eines bil­dungs­för­der­li­chen Ein­sat­zes digi­ta­ler Medi­en in der früh­kind­li­chen Bil­dung zu tref­fen. Gleich­zei­tig sol­len ange­sichts der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen und daten­schutz­recht­li­chen Aspek­te kri­ti­sche Per­spek­ti­ven auf digi­ta­le Inno­va­tio­nen ein­ge­nom­men werden.

Somit adres­siert das Pro­jekt das Ziel des Gra­du­ier­ten­kol­legs, neue Optio­nen digi­ta­ler Par­ti­zi­pa­ti­on für Kin­der bereits im Ele­men­tar­be­reich zu erfor­schen und sozia­le Robo­ter als neue Wis­sens­trä­ger, Inter­ak­ti­ons­part­ner und För­de­rer früh­kind­li­cher Bil­dung zu eva­lu­ie­ren. Per­spek­ti­ven auf poten­zi­el­le Ver­än­de­run­gen von Rol­len und Bezie­hun­gen in durch Tech­nik medi­ier­ter inter­per­so­na­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on iden­ti­fi­zie­ren Risi­ken digi­ta­ler Ungleich­heit und leis­ten somit einen Bei­trag zur Stär­kung und Siche­rung von demo­kra­ti­scher Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten in einer digi­ta­len Gesellschaft.

Sprach- und Medi­en­kom­pe­tenz sind in einer digi­ta­li­sier­ten Gesell­schaft essen­ti­el­le Grund­la­gen für Par­ti­zi­pa­ti­on und bil­den die demo­kra­tie­theo­re­ti­schen Säu­len des Pro­jekts. Ande­rer­seits stellt sich ange­sichts der vul­nerablen Ziel­grup­pen (jun­ge Kin­der und wenig tech­nik­erfah­re­ne Fach­kräf­te) die Fra­ge, wer in wel­cher Form von sozia­len Robo­tern pro­fi­tie­ren kann, ob also der Ein­satz von digi­ta­len Tech­no­lo­gien gesell­schaft­lich rele­van­te Aspek­te wie Inklu­si­on, Par­ti­zi­pa­ti­on und Selbst­be­stim­mung för­dert oder eher zu einer grö­ße­ren (digi­ta­len) Ungleich­heit führt.

Pro­mo­ti­ons­pro­jekt 1:

Scar­let Schaf­f­rath (geb. Sie­bert, TH Köln, Insti­tut für Medi­en­for­schung und Medi­en­päd­ago­gik) kon­zep­tio­niert und führt Inter­view­stu­di­en in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Robo­tik­la­bo­ren durch und unter­sucht die bei päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten sowie Technikentwickler*innen vor­herr­schen­den Men­schen- und Tech­nik­bil­der mit dem Ziel der Gegen­über­stel­lung und Ver­stän­di­gung von Ent­wick­lungs- und Anwen­dungs­per­spek­ti­ven im Sin­ne Inte­grier­ter Forschung.

Pro­mo­ti­ons­pro­jekt 2:

Nils Tolks­dorf (Uni­ver­si­tät Pader­born, Arbeits­grup­pe Psy­cho­lingu­is­tik) gestal­tet sowohl die Ent­wick­lung einer mul­ti­moda­len Dia­log­füh­rung auf einem sozia­len Robo­ter als auch ihre Eva­lu­ie­rung durch quan­ti­ta­ti­ve Daten­er­he­bung für die Zwe­cke des lang­fris­ti­gen Sprach­ler­nens. Er führt Labor­stu­di­en durch und unter­sucht dabei zudem die Rol­le von indi­vi­du­el­len Unter­schie­den der Kin­der auf deren Inter­ak­ti­ons- und Lernverhalten.

 

Somit wer­den bei­de Pro­mo­tio­nen eng ver­zahnt sein, indem sie die Sprach­in­ter­ak­tio­nen mit Robo­tern und die in die Tech­nik ein­ge­schrie­be­nen Bil­dungs­chan­cen unter­su­chen und Kon­zep­te ent­wi­ckeln, wie die­se zu gestal­ten sei­en (Dia­log­füh­rung, didak­ti­sche Gestal­tung, Rol­le der Tech­no­lo­gie). Dabei neh­men sie unter­schied­li­che dis­zi­pli­nä­re Per­spek­ti­ven ein und betrach­ten lin­gu­is­ti­sche und päd­ago­gi­sche Aspek­te in ihrer Rele­vanz für demo­kra­ti­sche Teilhabe.

Beteiligte Hochschulen

Projektbeteiligte

Princi­pal Investigator

Princi­pal Investigator

Pro­mo­ven­din

Pro­mo­vend